Club Med hat schon immer Werbung für sein einzigartiges Urlaubskonzept geschaltet. Anfängliche Anzeigen erschienen in Form von Broschüren, Anzeigen in der Pariser Metro und einigen Beilagen in der Sportzeitung L’Équipe. Auch in Zeitschriften wie Paris Match wurden ein- oder zweiseitige Anzeigen mit Rücksendecoupons geschaltet. Printmedien, Radio und Fernsehen – der Club hat im Laufe der Zeit alle Medien genutzt, um sein „neues Urlaubskonzept“ zu bewerben.
1950–1976: Das Zeitalter der Werbung
Die erste Werbung (oder besser gesagt, der erste PR-Gag, wie man damals sagte) in der Geschichte von Club Med erschien in der Zeitung L’Équipe und ihrer Antwerpener Ausgabe. Einige kleine Plakate priesen dieses neue Urlaubskonzept an. Maurice Blitz fuhr mit seinem Auto, auf dessen Dach ein großes Schild mit der Aufschrift „Urlaub auf den Balearen mit Club Med für 2600 Franken all inclusive“ angebracht war, durch die Straßen von Antwerpen.
Artikel, weiterhin in L’Équipe, übernahmen die Berichterstattung und veröffentlichten Reportagen (Advertorials waren noch nicht üblich). Im damaligen Magazin Tridents zeichnete der Karikaturist Siné kleine Illustrationen, um den Club in seinem eigenen Stil zu bewerben. Einige von renommierten Illustratoren entworfene Plakate und Anzeigen mit Antwortcoupons erschienen regelmäßig in Zeitschriften wie Paris Match und VSD. Radio- und Fernsehbeiträge ergänzten die Werbung für Club Méditerranée.
Erst ab Mitte der 1970er-Jahre schlugen die Werbekampagnen von Club Med einen anderen Weg ein und hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die genutzten Medien wurden um Fernsehen und Radio erweitert, und die Wahl der Werbeslogans wurde wirkungsvoller.
Die Medienrevolution und einprägsame Slogans
Die erste dieser Kampagnen erschien 1976 in Form von Verben im Infinitiv: „Essen, Nachdenken, Träumen, Atmen, Schlafen, Lachen, Weinen, Sprechen, Lieben“. Sie wurde von der Agentur Synergie (Havas-Gruppe) entwickelt und gilt heute als die erfolgreichste Werbekampagne für Club Med aller Zeiten. Sie wird mittlerweile an Wirtschaftshochschulen als Paradebeispiel analysiert.
Zwei Jahre später produzierte dieselbe Agentur einen Werbespot, der sich an Familien richtete und den Generationenkonflikt thematisierte. Der verwendete Slogan lautete: „Club Med, lebe, wie du willst“.
Es sollten zwölf Jahre vergehen, bis wir wieder wirklich einprägsame Werbespots sahen. 1985 vertraute Club Med sein Werbebudget der RSCG an, und ein einprägsamer Slogan traf ins Schwarze: „Der Club – die schönste Idee seit der Erfindung des Glücks.“ Einige der Werbespots dieser Kampagne wurden von Jean-Paul Goude inszeniert. 1989 folgte „Glück, wenn ich es will“ mit Werbespots unter der Regie von Patrice Leconte.
Die nächsten drei Kampagnen fielen in eine schwierige Zeit für Club Med. Auf die 1992 von der Agentur Publicis entwickelte Kampagne „Wir haben Club Med noch nie so sehr gebraucht“ folgte im Jahr darauf „Club Med: Das verrückte Leben“. Diese Kampagne enthielt Ausschnitte aus Jacques Tatis Film „Monsieur Hulots Ferien“.
1996 wurde die Agentur Devarrieux Villaret (Havas-Gruppe) beauftragt und startete die Kampagne „Worauf wartest du noch, um in den Club Med zu gehen?“.
Nach einer Änderung der Unternehmenspolitik und -strategie im Jahr 1998 wurde die Agentur Publicis Conseil erneut beauftragt. In den ersten Werbespots wurde das Wort „Re“ verwendet: Etre-Re, Re-Creation, Re-Miam, Re-Plouf usw. Diese Kampagne sollte die einzige der Ära Bourguignon bleiben.
Ab 2003 (Eintritt von HGE) werden alle zwei bis drei Jahre Werbekampagnen folgen, die den Aufstieg des Clubs in ein höheres Marktsegment in den Mittelpunkt stellen.
2003: „Unvergleichliches Club Med“
2005: „Es gibt noch so viele Menschen zu entdecken“, sagt die Kampagne „Faces“, in der wir auf Plakaten und Spots Gesichter sehen, die in Landschaften (Berge, Meer, Landschaft) eingearbeitet sind.
2008: „All the happiness in the world“ mit Figuren von Kindern oder Erwachsenen, die mit Hüten oder Stirnbändern gekrönt sind, auf denen eine Landschaft dargestellt ist.
2013: „Und Sie, wie stellen Sie sich Glück vor?“ Diese Kampagne (Agentur Saatchi & Saatchi) verwendet erneut das Wort „Glück“. Es scheint, wie schon in den 1980er-Jahren, wieder zum Leitmotiv der Club Med-Slogans geworden zu sein, doch das Bild hat sich verändert. Die Gesichter sind verschwunden und wurden durch eine Zen-Landschaft ersetzt. Zweifellos eine Vorbereitung auf die chinesischen Horizonte und die Fosun-Ära!
2014: Start des TV-Spots „Das Ballett“. Der von der Agentur Saatchi & Saatchi + Duke produzierte und von Xavier Giannoli inszenierte Spot zeigt ein klassisches Ballett der Pariser Oper, das mit einer Reihe von Chassé-Schritten in ein Schwimmbecken zur Melodie von „Darla Dirladada“ endet. Thierry Lhermitte, der als Zuschauer zu sehen ist, kommentiert: „Das ist witzig, so hatte ich das gar nicht in Erinnerung.“ Der neue Slogan „Das Glück wiederentdecken“ wird eingeführt.
2015: Online wurden von der Agentur „BETC Content“ konzipierte und vom Blacktool-Team produzierte Kurzclips zum Thema „Loslassen“ auf Mauritius (Albion Plantation und Pointe aux Canonniers) gedreht. Die Kampagne richtet sich an Urlauber, die am ersten Urlaubstag noch nicht von ihren gewohnten Abläufen abschalten können: langes Ausschlafen, U-Bahn-Fahren, Handysucht, Büro.
Videos
Zusammenstellung mehrerer Club Med-Werbeanzeigen.
Herausgegeben von AD Craft.
Die neueste Veröffentlichung, 2023 The Free Spirit
















